Die schlechten Nachrichten aus Israel und Palästina reißen nicht ab: Nach zwei Jahren Krieg ist, trotz des Trump-Plans, das Leid der Zivilbevölkerung im Gaza-Streifen groß. Im Westjordanland erreicht die Gewalt von Siedlern gegen palästinensische Gemeinden traurige neue Höchststände. In Israel ist die Erleichterung über die Freilassung der nach Gaza verschleppten Geiseln groß. Unterdessen jedoch schreitet der antidemokratische Justizumbau voran, Menschen-, Bürgerrechts- und Friedensorganisationen werden von der Regierung und außerparlamentarischen rechtsextremen Akteur:innen unter Druck gesetzt.
Inmitten von Krieg, Zerstörung und Angst, gibt es Israelis und Palästinenser:innen, die sich weiterhin für eine gemeinsame und friedliche Zukunft einsetzen. Diese Menschen brauchen unsere Unterstützung.
Diese Advents- und Chanukkazeit, unterstützen Sie Engagement gegen Gewalt und Krieg, für Frieden und jüdisch-palästinensische Partnerschaft mit einer Spende für das NIF Peace and Security Programm.
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Das NIF Peace and Security ist ein einzigartiges Förderprogramm in Israel, das zwei strategische Schwerpunkte vereint:
- die Entwicklung von Horizonten und zivilgesellschaftlicher Mobilisierung für eine diplomatische Regelung des israelisch-palästinensischen Konflikts
- Engagement für Menschenrechte, gegen Siedlergewalt, Siedlungsbau und andere Maßnahmen, die die Besatzung und die Annexion des Westjordanlandes verfestigen und einen Friedensschluss erschweren.
Mit Förderung aus dem Programm konnten NIF-Partnerorganisationen 2025 unter anderem Folgendes erreichen:
- Jüdisch-palästinensische Solidarität gegen Siedlergewalt: Die Olivenernte 2025 war für palästinensische Farmer:innen im Westjordanland die gewalttätigste seit Beginn der Dokumentation durch die UN. Allein im Oktober 2025 verübten Siedler 264 Angriffe mit Personen- und Sachschäden. Mit Förderung des NIF kann die Menschenrechtsorganisation Yesh Din diese Vorfälle dokumentieren, den Betroffenen Rechtsbeistand und sich für konsequente Strafverfolgung einsetzen. Außerdem unterstützt NIF seit vielen Jahren Rabbis for Human Rights, die ebenfalls Aufklärungsarbeit leisten und Delegationen von Israelis und jüdischen Menschen aus der Diaspora leiten, die in Solidarität an der Olivenernte teilnehmen und so palästinensische Gemeinden vor Angriffen schützen wollen. Leider zeigen die jüngsten Angriffe, dass auch jüdische Israelis und Rabbis aus dem Ausland nicht vor den brutalen Angriffen der Siedler:innen sicher sind. Umso wichtiger ist die anhaltende solidarische Zusammenarbeit zwischen jüdischen Menschenrechtsorganisationen und palästinensischen Gemeinden.
- Aufbau einer neuen Friedensbewegung: Im Mai 2025 organisierte die vom NIF koordinierte It’s Time Peace Coalition den People’s Peace Summit in Jerusalem, an dem über 8.000 jüdische und palästinensische Teilnehmende zusammenkamen und über Perspektiven für eine friedliche Zukunft diskutierten. Der Gipfel war die dritte große Veranstaltung der Initiative. Außerdem organisierte die Koalition eine sechstägige Busreise für jüdische und palästinensische Friedensaktivist:innen von Nord- nach Südisrael, während der sich die Aktivist:innen mit jüdischen und arabischen Knessetmitgliedern, Vertreter:innen von NIF-geförderten Organisationen und lokalen Führungspersonen über Perspektiven für eine Regelung des Konflikts austauschten
- Auf dem Rechtsweg gegen Siedlungsbau und Annexion: Nach sieben Jahren juristischer Auseinandersetzung konnten NIF-Partnerorganisationen Yesh Din und Emek Shaveh vor dem Obersten Gerichtshofs Israels eine Entscheidung zugunsten der Bewohner:innen des palästinensischen Dorfes Ras Karkar im besetzten Westjordanland erzielen. Das Gericht wies den Staat an, die auf dem Land des Dorfes errichteten illegalen Siedlungsbauenbauten innerhalb von sechs Monaten abzureißen und das Gelände so weit wie möglich in seinen ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen. Die Bewohner:innen können somit auf ihr Land zurückkehren. Jedoch sind sie weiterhin der Gewalt und Einschüchterung von Siedlern ausgesetzt und erhalten Unterstützung von Menschenrechtsaktivist:innen.
- Aufklärung und Mobilisierung in der israelischen Öffentlichkeit: Das NIF Peace and Security Programm unterstützt eine Reihe von zivilgesellschaftlichen Initiativen, die in der israelischen Öffentlichkeit mehr Aufmerksamkeit für die Notwendigkeit einer politischen Verhandlungslösung des Konflikts schaffen. Dazu zählt eine Kampagne von Have you seen the horizon, die sich mit Plakaten und in sozialen Medien gegen Pläne zur israelischen Wiederbesiedlung Gazas einsetzten oder eine Plakatkampagne der Israeli Initiative von Mitvim und Berl Katznelson Foundation, die argumentierte, dass es langfristige Sicherheit für Israelis nur mit einer diplomatischer Regelung des Konflikts geben kann.
Diese Adventszeit und Chanukka-Feiertage möchten wir Sie bitten, diese wichtige Arbeit und viele weitere Initiativen mit einer Spende für das NIF Peace and Security Programm zu unterstützen. Bitte geben Sie dazu das Stichwort „NIF Peace and Security“ an, entweder auf unserer Spendenseite.
Bei Fragen oder für Spenden über 1.000 EUR kontaktieren Sie gerne unser Büro: info@nif-deutschland.de.
Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung, Ihr Vertrauen und Ihr Engagement und wünschen Ihnen und Ihrer Familie schon jetzt friedliche und frohe Feiertage.


