38623564486_45e97442c3_4k.jpg

NIF in Israel

Der New Israel Fund wurde 1979 gegründet, um die Vision der Staatsgründer Israels zu realisieren. Diese sah einen jüdischen und demokratischen Staat vor, der – in den Worten der Unabhängigkeitserklärung – "vollständige Gleichheit der sozialen und politischen Rechte all seiner Bürger unabhängig von Religion, Rasse oder Geschlecht garantiert". Er glaubt an ein Israel, in dem das jüdische Volk selbstbestimmt in seiner Heimstätte leben kann und in dem gleichzeitig alle Einwohner des Landes an einer gerechten und gemeinsamen Gesellschaft teilhaben, basierend auf den besten Werten des Judentums, des Humanismus und der liberalen Demokratie: Gleichberechtigung, Toleranz und soziale Gerechtigkeit. Durch die Gründung, Finanzierung und Unterstützung von mehr als 800 Organisationen, die Israels progressive Zivilgesellschaft bilden, ist der NIF zu einer führenden Organisation geworden, die folgenden Prinzipien folgt:

  • Gleichberechtigung für alle Bürger des Staates Israel, ungeachtet von Religion, Herkunft, Ethnizität, Geschlecht und sexueller Orientierung;

  • Realisierung der Bürger- und Menschenrechte aller Individuen und Gruppen durch den Schutz palästinensischer Bürger und anderer marginalisierter Minderheiten, darunter die Förderung kollektiver Rechte und Widerstand gegen alle Formen von Diskriminierung und Bigotterie;

  • Würdigung und Stärkung der Vielfältigkeit der israelischen Gesellschaft und der Toleranz für Vielfältigkeit;

  • Schutz des Zugangs von Minderheiten zu demokratischen Institutionen zum Ausdruck ihrer Interessen und Identitäten und zur Förderung ihrer Rechte;

  • Stärkung der israelischen Zivilgesellschaft als Grundlage für eine offene Gesellschaft;

  • Aufbau und Erhalt einer gerechten Gesellschaft, die mit sich selbst und ihren Nachbarn in Frieden lebt.

 

Aber der NIF ist mehr als nur eine Fördereinrichtung: Dank Shatil, seiner Initiative für sozialen Wandel, und dank seiner eigenen Projekte, Programme und Koalitionen ist er auch ein Vorreiter der Philanthropie. So hat er bspw. wichtige rechtliche und legislative Siege errungen, die das Leben von hunderttausenden Israelis verbessert haben und Türen für Frauen, nicht-orthodoxe Juden, Israels arabische Bürger, die LBGT Community, Immigranten und Behinderte geöffnet haben, und damit maßgeblich zu einer Wandlung des gesellschaftlichen Konsens in Bezug auf schwierige soziale Streitpunkte beigetragen.

Fördermittelvergabe

 

Die ursprüngliche Strategie des New Israel Funds war es, Fördermittel für eine damals noch geringe Zahl von Organisationen bereitzustellen, die sich für sozialen Wandel und Bürgerrechte einsetzten. Inzwischen hat der NIF mehr als 850 Organisationen mit mehr als 250 Millionen Dollar bedacht. Die Förderpraxis des NIF ist zielgerichtet, transparent und basiert auf einem partnerschaftlichen Verhältnis zu den geförderten Organisationen, zu denen große NGOs wie die Association for Civil Rights in Israel genauso gehören wie kleine Gemeindeinitiativen, die auf lokaler Ebene für sozialen Wandel eintreten. Alle Empfänger, die Fördergelder vom NIF oder Direktspenden über den NIF erhalten, sind in Israel als gemeinnützig eingetragen und anerkannt. Außerdem muss jede vom NIF geförderte Organisation die Förderrichtlinien des NIF erfüllen und sich regelmäßigen Evaluationen bezüglich ihrer Effektivität und ihrer Übereinstimmung mit den strategischen Prioritäten des NIF unterziehen.

Empowerment

Der NIF ist sich bewusst, dass Geld allein nicht reicht, um einen dauerhaften Wandel zu schaffen. Deshalb investieren wir in Menschen. Wir bilden Männer und Frauen in allen Bereichen der israelischen Gesellschaft zu Führungskräften und Aktivisten aus – alteingesessene Israelis ebenso wie Neueinwanderer, palästinensische Araber und afrikanische Asylbewerber, Frauen, Behinderte und LGBT, Ultra-Orthodoxe, Religiöse und Säkulare.
Shatil, der initiative Arm des NIF, beschäftigt mehr als 100 Angestellte in Jerusalem, Haifa und Beersheva. Durch Fortbildungen und Beratungsangebote fördern wir die Akteure sozialen Wandels: die Mitarbeiter von NGOs, Aktivisten, Studenten, Angestellte des öffentlichen Dienstes und andere. Wir arbeiten auch mit Lokalregierungen, Universitäten und Unternehmen zusammen, die unser Ziel, eine gerechtere und demokratischere Gesellschaft zu schaffen, teilen.

Koalitionen

Der NIF finanziert eine Reihe von Zusammenschlüssen und Foren zu verschiedenen Themengebieten, darunter soziale Gerechtigkeit, Menschenrechte und religiöser Pluralismus. Solche Koalitionen werden von Shatil organisiert oder mit professionellen Dienstleistungen unterstützt. Zu den wichtigsten Zusammenschlüssen zählen die Coalition Against Racism, das Forum for Public Housing, das Forum for a Social Budget und die Coalition Against the Exclusion of Women. Die Tag Meir Coalition ist die einzige Gruppe von Organisationen, die direkt auf sogenannte "Preisschild"-Attacken von radikalen Siedlern auf Palästinenser, arabische Bürger Israels, liberale Aktivisten und die Armee reagiert. Manche Zusammenschlüsse vereinen gemeinnützige Organisationen aus verschiedenen Sektoren und mit unterschiedlichen Interessen, die zusammen an einem Problemfeld arbeiten, das Aufmerksamkeit und breite Unterstützung benötigt.

Kampagnen

Der New Israel Fund tritt für ein tolerantes, demokratisches und inklusives Israel. Ob in sozialen oder traditionellen Medien, vor Lokalregierungen und in der Knesset - wir sprechen Missstände an und geben marginalisierten Israelis ein Stimme. Wir setzen uns außerdem für einen inklusiven und freien Diskurs in der Diaspora ein. Wir halten Israel für eine starke Demokratie, die im Stande ist, Debatten zu den wichtigsten und kontroversesten Problemen zu führen. Der New Israel Fund setzt die mächtigsten Personen und Institutionen in Israel über ein breites Spektrum an Themen wie Bürgerrechte, soziale Gerechtigkeit und religiöse Toleranz in Kenntnis.