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Deutschlandpremiere von "H2: The Occupation Lab" mit Noam Sheizaf

Am 5. März 2023 wurde im Berliner Kino Moviemento der Dokumentarfilm "H2: The Occupation Lab" gezeigt. Die ausverkaufte Deutschland Premiere wurde von Spitz Magazine Berlin מגזין שפיץ ברלין organisiert und von NIF Deutschland unterstützt.

Der Dokumentarfilm erzählt anhand von Interviews und Archivmaterial die Geschichte der israelischen Besatzung und der Siedlerbewegung in Hebron. Die These: Hebron, mit der Zerteilung der Stadt, die der militärischer Kontrolle über palästinensische Zivilist:innen dient, ist Modell für die israelische Besatzung im gesamten Westjordanland.

Tal Alon und Noam Sheizaf stehen vor einem ausverkauften Kinosaal und beantworten Fragen der Zuschauer:innen
Q&A mit Tal Alon und Regisseur Noam Sheizaf, bei der ausverkauften Deutschlandpremiere von "H2: The Occupation Lab". Foto: NIF Deutschland

Die Fragerunde mit Regisseur Noam Sheizaf wurde von Tal Alon, Gründerin von Spitz Magazin moderiert. Noam Sheizaf, der u.a. auch Gründer der Nachrichtenplattform +972Mag ist, nahm den Film zum Anlass, um auch über die aktuellen Entwicklungen in Israel zu sprechen. Er warnte vor der "Hebronisierung" Israels und der besetzen Gebiete. Die aktuelle Staatskrise sei untrennbar mit der Besatzung verbunden. Die Besatzung betreffe alle Bereiche der israelischen Gesellschaft und durchdringe die israelische Mentalität. Zur Debatte in Deutschland fand Noam deutliche Worte: Wer jetzt nicht die israelische Regierung kritisiert, verrate nicht nur die Palästinenser:innen sondern auch die Israelis. Zwar würde es Gegenwind geben, was er als Filmemacher als Kritik erdulden müsse, sei nichts im Vergleich zu dem, was Palästinenser:innen z. B. in Hebron durchmachen. Internationale Solidartät mit den Protestierenden in Israel und mit der Zivilgesellschaft insgesamt sei nun extrem wichtig.

In Israel und auch in Deutschland hatte der Film Schlagzeilen gemacht, nachdem der Kulturminister drohte, dem Film nachträglich die finanzielle Förderung zu entziehen. Der Minister behauptete, der Film beschädige den Ruf Israels und des israelischen Militärs. Für Noam stellt diese Debatte nur ein weiteres Beispiel in den Versuchen der aktuellen Regierung dar, die Meinungsfreiheit einzuschränken. Die Vorführung in Deutschland war daher ein wichtiges Signal und es werden hoffentlich noch weitere Vorführungen, auch außerhalb Berlins, folgen.

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