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NIF Deutschland fordert Forschungsfreiheit für aus Israel ausgewiesene Studierende

Am 27. November 2021 verwehrten israelische Grenzbedienstete einer deutschen Promotions- und einer Master-Studentin der Universität Siegen die Einreise am Flughafen in Tel Aviv, als sie zu touristischen und Forschungszwecken einreisen wollten. Die beiden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, dem Auswärtigen Amt, dem Deutschen Akademischen Auslandsdienst (DAAD) und vom EU Erasmus + Programm geförderten Wissenschaftlerinnen hatten auch vor, zur Universität in Bir Zeit im Westjordanland zu fahren, um sich dort mit akademischen Partner:innen auszutauschen. Daher wurde ihnen ohne Beweise vorgeworfen, sie würden an Menschenrechtsdemonstrationen teilnehmen wollen. Die Grenzbediensteten sprachen für beide eine fünfjährige Einreiseuntersagung aus.


Flughafen Ben Gurion (Yossi Zeliger/FLASH90)

So wie der New Israel Fund (NIF) Deutschland die Forschungsfreiheit israelischer Akademiker:innen unterstützt, setzt er sich auch für deutsche und palästinensische Forschungsfreiheit ein. Als Besatzungsmacht der palästinensischen Gebiete im Westjordanland muss der israelische Staat die Einreise von deutschen Forscher:innen gewährleisten. Wir rufen die zuständigen Stellen in Deutschland und Israel dazu auf, sich dafür einzusetzen, dass die Entscheidung der Grenzbediensteten widerrufen und die Forschungsfreiheit gesichert wird.


Der NIF vertritt grundsätzlich die Haltung, dass Demonstrationen gegen die Besatzung eine legitime Form der demokratischen Meinungsäußerung ist - unabhängig davon, ob dies die Absicht der beiden Forscherinnen war oder nicht.

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