SHATIL

Initative des sozialen Wandels

Shatil (Hebräisch für Setzling) ist das wichtigste Instrument des NIF für die Durchsetzung des sozialen Wandels. 1982 gegründet, ist es die Antwort des NIF auf die wachsenden Herausforderungen der israelischen Gesellschaft, wie die bedrohte Sicherheitslage und zunehmende soziale Probleme. 

Als Schulungszentrum arbeitet Shatil für ein demokratisches, pluralistisches und gerechtes Israel in vielen Bereichen der Gesellschaft und mit zahlreichen Partnern. In der Zivilgesellschaft sind wichtige Akteure gewachsen, die sich für die Rechte von Randgruppen einsetzen. Diese NGOs brauchen ihrerseits Unterstützung, da sie oft selbst wenig Mittel für Schulung und Entwicklung haben. Diese Unterstützung gibt Shatil. 

So ist die Organisation seit über 30 Jahren Wegbereiter beim Aufbau einer Zivilgesellschaft und der aktiven Förderung von Demokratie, Bürgerrechten, Toleranz und sozialer Gerechtigkeit in Israel. Shatil arbeitet mit Aktivisten, Organisationen, Netzwerken, Graswurzelgruppen und sozialen Bewegungen in Israel und weltweit zusammen. 

Shatil hat das Konzept der Gemeinsamen Gesellschaft (Shared Societies) in den israelischen Diskurs eingeführt, und unterstützt nicht nur die Entwicklung des Konzeptes, sondern auch die Praxis der gemeinsam gelebten Verantwortung und Gestaltung einer Gesellschaft, zu der sich alle Bevölkerungsgruppen zugehörig fühlen.

 

Die Vision

 

Shatil strebt eine Gesellschaft an, die auf der Gleichheit aller Bürger und Einwohner Israels beruht - eine Gesellschaft, die an die Prinzipien sozialer, ökonomischer und ökologischer Gerechtigkeit glaubt und daran arbeitet, diese zu erreichen; eine Gesellschaft, die Menschen- und Bürgerrechte fördert, religiöse und kulturelle Unterschiede respektiert und die Bedeutung einer wirklich gemeinsam gelebten Gesellschaft aller Ethnien und religiösen Gruppen anerkennt. 

Durch den Aufbau von Kapazitäten soll die Effizienz sozialer Organisationen gesteigert werden. Dazu gehören professionelle Beratungen und Schulung, sowie die gezielte Förderung von Führungskräften der Zivilgesellschaft, insbesondere aus benachteiligten Bevölkerungsgruppen.

 

Die Strategie

 

Der NIF investiert jährlich mehr als 2,7 Millionen Euro in die direkten Aktivitäten der sechs Büros von Shatil in Jerusalem, Haifa, Beer Sheva, Lod, Kiryat Shmona und dem „Dreieck“, einem vorwiegend von Arabern bewohnten Gebiet nahe Netanya. Dazu kommen noch thematische Projekte, die von Shatil betrieben, aber von verschiedenen Stiftungen finanziert werden. 

Shatil bietet professionelle Schulungen und Organisationsentwicklung für jährlich über 1000 Organisationen an. Hinzu kommen 120 Weiterbildungskurse und Seminare pro Jahr, die NIF-spezifische strategischen Themen wie religiöser Pluralismus, wirtschaftliche Entwicklung und Bürgerrechte behandeln, oder gezielt auf spezifische Gruppen, z.B. Neueinwanderer, ausgerichtet sind. 

 

Daneben baut Shatil Koalitionen auf: Unterschiedliche Organisationen, von Basisgruppen bis zu professionellen Aktivisten, sollen für ein gemeinsames Thema zusammenarbeiten. Shatils Rolle dabei reicht von individueller Beratung bis zu aktiver Mediation.

 

Erfolge

 

Zu den Erfolgen von Shatil gehören:

  • Die Durchsetzung neuer Gesetze, z.B. in den Bereichen Bildung, Behindertenrechte, wirtschaftliche Rechte, Diskriminierung und Informationsfreiheit.

  • Die Gründung von Basis-Frauengruppen am Rande der Gesellschaft, z.B. bei Äthiopierinnen, Palästinenserinnen, Beduininnen, russischen Einwanderinnen, Alleinerziehenden und orthodoxen Jüdinnen.

  • Eine Verbesserung der Bildungsmöglichkeiten und sozialer Einrichtungen für Jugendliche durch die Stärkung von Elternkomitees, erhöhte öffentliche Zuwendungen und die Förderung von jugendlichen Führungskräften.

  • Die Förderung von Transparenz und eine gerechtere Verteilung öffentlicher Gelder.